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Freitag, 2. Juni 2017

Aufenthalt in Grenada, Le Phare Bleu

Jetzt sind wir schon gut einen Monat in der Marina Le Phare Bleu. Wir konnten unsere Harmonie mit nur einem Ruder auf einen äusseren Steg mit eigenem Pavillon umplatzieren. Hier gibt es weniger Schwell und es ist ruhiger als direkt neben dem Lightship. 
Wir verbringen unsere Tage hier mit kleineren Reparaturen, Erneuerungen, Verbesserungen etc. an der Harmonie. Unsere Rettungsinsel musste zur Inspektion, dies ist gemäss Flaggenschein alle drei Jahre erforderlich. Auch sämtliche Schwimmwesten und Feuerlöscher wurden professionell überprüft.
Mittlerweile ist auch das defekte Ruder repariert und zusammen mit neuen Lagern wieder montiert worden.
Wir sind also wieder segeltauglich. 
Vom Le Phare Bleu haben wir täglich einen Shuttlebus nach St. George’s um einkaufen zu können. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, günstig in die Stadt zu kommen: mit dem Dinghi um die Ecke in die nächste Bucht fahren. Dort lassen wir das Dinghi am dafür vorgesehenen Dock und fahren mit dem öffentlichen Bus für EC$ 2.50 (ca. 90 Rappen) pro Person ins Zentrum. Gute Metzger haben wir in der Whisper Cove Marina gefunden oder auch in der Prickly Bay Marina. 
Und wenn wir nicht gerade am arbeiten sind, geniessen wir hier die verschiedenen Aktivitäten wie z. B. das Pure Grenada Musik Festival anfangs Mai in St. George’s, wo auch Dieter Burkhalter zusammen mit Sabrina Francis ihren Auftritt hatten. Das Festival wird übrigens von Dieter  und seinem Team organisiert. Und dann gibt es jeden Donnerstag und Freitagabend Live Konzerte im Lightship. Sehr intim und lebendig.
Jeweils am Dienstagabend ist ein Besuch in der West Indies Brewery mit Live Musik von Cruiser’s angesagt. Dort treffen sich viele Segler für Smalltalk etc. Hier ist es einfach, neue Kontakt zu knüpfen. Allerdings sieht man auch oft die gleichen Gesichter wieder. Viele,- vor allem Amerikaner und Kanadier - sind teilweise schon seit Jahren hier liegen geblieben. 
Sonntagnachmittag ist Roger’s Bar auf Hog Island auf dem Plan. So ab 15.00 Uhr trifft man in dieser einfachen Bar viele Segler und noch mehr Einheimische zum Bier und zu Grilladen. Das Bier kostet hier nur EC$ 5, also etwa CHF 1.80. 
Unterdessen haben wir so viele neue Segelfreunde gewonnen.
Am 14. Mai - Muttertag - hatten wir eine Butterzopf-Challenge angesetzt. Jana und Dieter hatten Vreni, Silvio, Mike, John und uns bei sich zu Hause zu Frühstück eingeladen. Jana, Vreni und Ueli hatten je einen Zopf gebacken. Das Frühstücksbuffet bei Jana sah hervorragend aus. Wir wurden richtig verwöhnt mit all den Goodies. Einen eigentlichen Sieger für den besten Zopf gab es nicht, denn alle drei Zöpfe schmeckten sehr gut. Man sieht schon, das Zopfbacken haben die Schweizern im Blut.

Also langweilig wird es uns hier bestimmt nicht. Es gibt noch vieles mehr, das wir hier unternehmen können. Heute wird uns Mike verlassen. Er reist zurück in die USA für ein paar Wochen. Während seiner Abwesenheit wird Ueli die Valiant betreuen. Am Freitag, 2. Juni erwarten wir noch Besuch von Guylaine und Max. Sie werden ein paar Tage hier bleiben, bevor sie zu den ABC Insel weiter segeln. Ende Juni sollte auch Alex, ein Schweizer Freund, mit seiner Segeljacht bei uns in der Marina eintreffen. Er wird die Hurrikansaison auch hier verbringen.








Donnerstag, 4. Mai 2017

Tobago Cays - Grenada

Wir segelten nach zwei Tagen weiter zu den Tobago Cays. Die Tobago Cays sind kleine, unbewohnte Inseln, die durch ein hufeisenförmiges Riff vor den Wellen geschützt sind. Das Wasser und die Riffs beeindrucken durch die grell scheinenden Falben gold, braun, blau, türkis und grün. Wir ankerten zwischen den Inseln Petit Rameau und Petit Bateau. Kaum haben wir den Anker gesetzt, schon sind die ersten Boatpeople bei uns angekommen. Der erste hat uns sofort zum Hummer BBQ überredet. Die nächsten zwei, Vater und Sohn, haben uns T-Shirts verkauft. Gegen Abend sind wir mit den neuen T-Shirts und mit Mike von der Valiant zum BBQ. Am nächsten Morgen holte uns Mike mit seinem Dinghi ab und wir fuhren rüber zur Baradel Island zum schnorcheln. In der abgegrenzten Zone konnten wir drei grosse Schildkröten aus kürzester Distanz beobachten. Ansonsten waren noch grosse Seesterne und allerlei farbige Fische zu sehen. An Land entdeckten wir im Gebüsch einen grossen Leguan. 
Viel mehr gibt es hier in den Tobago Cays nicht mehr zu sehen, also motorten wir rüber zur Insel Mayreau in die Saline Bay. Nach einer Nacht sind wir weiter zur Insel PSV, Petit St. Vincent. PSV ist in privater Hand. Hier befindet sich das wahrscheinlich erste karibische Boutique Hotel. Es ist ein sehr exklusiver Resort, was wir beim Besuch der Goaty’s Bar beim bezahlen der Flasche Rosé schmerzhaft erfahren mussten. Den Lunch hatten wir dann aber auf der gegenüberliegenden Insel Petit Martinique, die bereits zu Grenada gehört.
Am Karfreitag besuchten wir Clifton Harbour auf Union Island. Union Island ist eine der südlichsten Inseln des unabhängigen Inselstaates St. Vincent und die Grenadinen. Diesmal haben wir die Harmonie an einer Boje festgemacht, genau gegenüber Happy Island. Diese Kleinstinsel wurde von einem Einheimischen mit Conch-Muscheln erbaut und ist jetzt eine prominente Bar. Am Nachmittag sind viele Einheimische mit den Dinghi’s oder Taxibooten auf die Happy Island gefahren und veranstalteten ein Fest mit Musik. Die Musik war zwar sehr laut, aber gegen Abend war das Fest auch wieder vorbei. Über die Ostern-Feiertage war das Customs & Immigration Office zu und daher mussten wir uns hier verweilen bis nach Ostern. Samstag entschlossen wir uns, in Frigate Island zu ankern.
Hier liegt die Bauruine eines grossen Marina-Projektes. Die Firma, welche dieses Projekt gestartet hatte, ging pleite und liess alles liegen. Diese Bucht ist für Kitesurfer ein Paradies. Ostersonntag machten wir einen Abstecher in die Chatham Bay. Unser Ankerplatz war alles andere als ruhig. Der Wind kommt über die Berge mit Windböen bis zu 35 Kn. An Land hatten wir im kleinen Aqua Resort ein feines Mittagessen. Neben dem Swimmingpool auf der Terrasse hatten wir einen super Ausblick auf unsere Schiffe. Leider hatten wir nicht viel Schlaf bekommen in der Nacht, weil die Windböen immer stärker wurden und uns durchschüttelten. Der Anker blieb aber fest vergraben. Am Morgen verbesserte sich die Situation nicht, daher verschoben wir uns wieder zurück nach Clifton Harbour. Dienstag morgen haben wir dann am Flughafen ausklariert und sind bei besten Windverhältnissen nach Carriacou in die Tyrrel Bay gesegelt. Hier gibt es ein paar kleinere Supermärkte, einige Bars und eine kleine Marina sowie ein Customs Office zum ein- und ausklarieren. Uns zieht es aber weiter nach Grenada. Die Passage führte uns aufs offene Meer  mit entsprechendem Wellengang. Wir konnten so 20 Meilen gut segeln, vorbei am Unterwasservulkan Kick’ em Jenny, Isle de Ronde, Richtung St. George’s, der Hauptstadt von Grenada.
In der Martins Bay südlich von St. George’s setzten wir unseren Anker. Zum ersten Mal mussten wir zweimal ansetzen, weil der Anker im harten Untergrund nicht sofort gegriffen hatte. 
Mit dem Dinghi und mit Mike sind wir zur Marina Port Louis gefahren, um für uns am nächsten Tag einen Marinaplatz zu reservieren. Vor allem für Mike als Einhandsegler ist ein Anlegemanöver am Steg nicht einfach. An der Carenage am Ufer des Innenhafens sind wir auf einen Spaziergang und Erkundungstour gegangen. Die Hauptstadt von Grenada besteht aus einem reizvollen Mix von Kolonialgebäuden aus dem 18. Jahrhundert und kunterbunten Häusern neuerem Datums vor einem tiefgrünen Hintergrund. Nach dem Spaziergang und einigen Einkäufen im Foodland, sind wir ins Restaurant des Yacht Clubs zum Diner eingekehrt. Dann verbrachten wir eine weitere unruhige Nacht vor Anker. Der Wind war zwar nur schwach, aber Schwell aus Nordwest brachte unsere Harmonie so zum schaukeln, dass wir uns in den Kojen festklemmen mussten. Eine weitere Nacht wollten wir hier nicht bleiben, aus Kostengründen auch nicht in der Marina. Also haben wir uns kurzerhand entschlossen, die Marina Le Phare Bleu im Süden Grenada’s anzulaufen. Bei der Abfahrt hat sich der Autopilot mit einer Fehlermeldung verabschiedet und ich musste den Weg dorthin ans Ruder. Das Segeln wird hier immer anspruchsvoller, weil es viele Riffe über und unter Wasser und Untiefen gibt. Man muss sich also ständig auf exakte Navigation konzentrieren. Beim  Einlaufen in die Marina haben wir wegen Funkverkehr für einen kurzen Moment nicht aufgepasst und sind prompt auf ein vorgelagertes Riff aufgelaufen. Die Marinaboys eilten uns aber sofort zu Hilfe und zogen uns mit drei Dinghi’s vom Riff. Wir wurden dann in die Marina abgeschleppt, da die Ruder blockiert waren.
In der Marina angekommen, haben uns Rita und Hansueli von der Alamea begrüsst, resp. gefragt  wie es uns geht. Sie hatten die Bergung der Harmonie mitverfolgt und fotografiert. 

Im Moment scheint es, als hätten wir Glück im Unglück gehabt. Eines unserer Ruder ist verbogen, sollte aber hier repariert werden können. Der Hubkiel scheint keinen Schaden abbekommen zu haben. Und Wassereinbruch haben wir auch nicht zu beklagen. Aber der Schock sitzt tief. Wir haben jetzt erfahren, wie schnell ein schönes Abenteuer zu Ende gehen könnte. Wir werden hier wahrscheinlich noch länger festsitzen, bis alles wieder repariert ist. Auch haben wir uns entschlossen, die Hurrikansaison hier zu verbringen. Le Phare Bleu ist eine kleine Marina mit einem sehr schönen und gepflegten Boutique Hotel. Die gesamte Anlage wurde von der ehemaligen 10vor10 Moderatorin Jana Caniga zusammen mit Ihrem Ehemann Dieter Burkhalter erbaut. Die beiden haben uns herzlich empfangen und wir bekommen jegliche Unterstützung, was uns das Leben hier natürlich erheblich erleichtert.

Tobago Cays



 


 PSV St. Vincent








Petit Martinique



Clifton, Happy Island




Frigate Island




Chatham Bay






Mayreau



Blick von der Kirche nach Tobago Cays





St. Georges, Port Louis

                                  


 Das Lighthouse in der Marina Phare Bleu



Bergung der Harmonie fotografiert von Alamea






                                   

                                      

                                           






Montag, 10. April 2017

Rodney Bay-Mustique

In Rodney Bay sind wir vier Tage geblieben. Mit den beiden Mike’s von Valiant hatten wir noch eine Schnorcheltour vor dem Pigeon Island Park unternommen. Ich habe mir für weitere Schnorchel- oder Tauchgänge eine teure Version Flossen gekauft. Ein ganz neues Modell, dass sehr einfach im Handling ist. So bekomme ich keine Krämpfe mehr in meinen Wädli’s…
Mike’s Freund, genannt Mad Dog (Militärpilot), musste leider wieder nach Hause zurückgekehren. Nun ist Valiant wieder ein Einhandsegler-Schiff geworden. Unsere Weiterfahrt nach Marigot Bay dauerte nur eine knappe Stunde unter Motor und Vorsegel. In Marigot Bay gibts Bojen, an denen bis zu 3 Boote festmachen können. So kann man sich auch die Kosten teilen. Also haben wir uns mit Mike eine Boje geteilt und ein Päckli geschnürt. Marigot Bay gilt auch als Hurricane Hole. Die Bay scheint wirklich sehr gut geschützt zu sein. Unser Bojenplatz befand sich unmittelbar in der Nähe von der Rainforest Hideaway Bar, so dass wir gratis in den Genuss von Jazzmusik kamen. 
Am nächsten Tag sind wir mit dem Dinghi an Land, um die Bay auszukundschaften. Ueli hat beim Spaziergang einen Openair Coiffeur gesehen und sich sofort bereit erklärt, sich die Haare schneiden zu lassen. Resultat: die Haare waren sehr kurz geschnitten. Und er wurde mit einer Rasierklinge auch noch trocken rasiert. Auch die Augenbrauen wurden getrimmt und das ganze für 40 EC Dollar. Er sah wirklich sehr gut aus. Habe leider kein Foto gemacht. 
Von Marigot Bay gings weiter nach Soufriere. Hier zwischen den zwei riesigen Pitons hatten wir uns in der Nähe des Strandes an einer Boje festgebunden, die von Park-Rangern unterhalten und vermietet wird. Nach einer unruhigen Nacht machten wir uns frühzeitig auf, um direkt nach Bequia (53 Seemeilen) zu segeln. St. Vincent wird von vielen Seglern gemieden, da es immer wieder zu Diebstählen kommt. Schade eigentlich, denn die Insel hätte einiges zu bieten. Somit sind wir um 05.45 Uhr los und segelten auf der Atlantikseite an St. Vincent vorbei nach Bequia. 
Mit Ost-Süd-Ost Wind um 15-18 kn Wind kamen wir ganz gut vorwärts. Unterwegs konnten wir Mike entdecken, der noch früher als wir losgefahren war. Schritt für Schritt haben wir dann zu Mike aufgeholt. Aber die letzten 20 Meilen mussten wir uns unter Motor und Segel mit sehr wenig Windunterstützung, dafür kräftigen Strömungen den Weg nach Bequia erkämpfen. Kaum sind wir in der Admiralty Bay eingetroffen, hatten wir wieder mal Windböen mit bis zu 25 kn. Die forderten uns beim Ankermanöver noch einmal heraus. Unser Ankerplatz befand sich bei der Princess Margaret Beach, ein ganz guter Platz in schöner Umgebung. Am Abend wurden wir zum Abendessen bei Mike auf der Valiant eingeladen, denn er hatte unterwegs einen 2kg Thunfisch gefangen. Wir hatten es auch versucht mit der Anglerei, leider ohne Erfolg. Es liegt vermutlich am Köder. Der Thunfisch war wirklich lecker, kurz angebraten mit Beilage und Sauce. Hier in der Bucht gibt es vielerlei Angebote von Händlern auf kleinen Booten: Brot, Frischwasser, Lobster, Wäsche waschen und vieles anderes mehr.  Unsere Bettwäsche, sowie sämtliche Badetücher bedurften dringend einer Wäsche, daher habe ich diesen Service einmal ausprobiert. Am Morgen wurde die Wäsche abgeholt und am Abend hatte ich diese wieder gewaschen und getrocknet  auf unserem Schiff zurück, und zu einem sehr günstigen Preis. Uns wurden auch Fisch und Langusten angeboten. Ueli hatte sich überlegt, ob er mal einen Versuch machen sollte, Langusten zu kochen. Denn dass hatte er noch nie gemacht. Also hat er drei Lobster von den Boatpeople gekauft. 
Das Langustenrezept von Ueli war sehr gut. Wir werden sicher wieder nochmals darauf  zurückkommen.
In Port Elisabeth gibt es einige Gourmet-Läden. Man muss nur wissen, wo man diese findet. Auf jeden Fall haben wir so einiges an Leckereien eingekauft. Eine Reihe von Restaurant’s befindet sich rund um diese Bay. Ein Besuch hier ist wirklich empfehlenswert. Um etwas für unsere Fitness zu tun, sind wir mit Mike zusammen von Port Elizabeth über den Hügel südöstlich zur Friendship Bay gelaufen, ganze 45 Minuten Walking. Beim Bequia Beach Hotel haben wir es uns gemütlich gemacht. Am Strand deponierten wir unsere Sachen und sind gleich ins Meer schwimmen gegangen. Herrlich, vor allem da wir uns nach dem baden in der Hotelanlage wieder einmal richtig mit viel Süsswasser abduschen konnten. In der Lobby-Bar haben wir uns ein feines Mittagessen gegönnt und die weichen Sessel zum relaxen genossen. Den Rückweg machten wir mit dem Bus - für ganze 3 EC Dollar…
Unser nächsten Stopp - wo wir uns gerade befinden - ist Britannia Bay in Mustique.
Diese Insel ist in Privatbesitz und daher gibt es überall Security-Leute hier. Für uns ist das auch auch gut.  Hier können wir auch mal unser Dinghi im Wasser lassen oder auch mal eine Luke offen  lassen.
Viele Schiffe befinden sich hier nicht. Die Bojen sind auch nicht billig. Ein grosses Schiff war bis gestern hier bei uns. Die Maltese Falcon, die wir letzten Sommer in Korsika schon mal gesehen haben. 

Der Ort hier ist sehr gepflegt und von einigen Restaurants hat man eine tolle Aussicht Richtung Bequia resp. St. Vincent und Canouan. Heute Abend gehen wir alle zum BBQ. Mal sehen, was uns da erwartet. 

Rodney Bay



Marigot Bay







The Pitons




Bequia Admiralty Bay




Musique Britannia Bay





Sonntag, 2. April 2017

Les Saintes-Dominica-Martinique-St. Lucia

Der Aufenthalt in Les Saintes war am Schluss noch sehr kurzweilig. Zumal wir noch einmal die Anima IV getroffen haben. Martin musste seinen Mitsegler, seinen erwachsenen Göttibueb, nach Bourg bringen für seine Heimfahrt. Bei einem guten Nachtessen auf der Harmonie hatte uns Martin so einiges zu erzählen, seit wir uns das letzte Mal - noch auf den Kanaren - gesehen hatten. Martin ist nur kurz bei uns geblieben, denn er musste nach Antigua, um seine neue Crew abholen. 
Kennengelernt haben wir auch noch den Amerikaner Mike, der mit seiner Yacht Valiant versucht hatte, an einer Boje festzumachen, was aber als Einhandsegler nicht so leicht war. Diese Boje hatte keinen Ring, sondern nur ein Stück Kette. An dieser festmachen geht vom Deck aus nicht. Mike kam mit der Valiant zu uns herüber und fragte nach, ob diese Boje in Ordnung wäre und ob wir ihm helfen könnten. Ueli bejahte diese Frage und ist ins Wasser gesprungen, um Mike beim festmachen seines Schiffs zu unterstützen. Keine halbe Stunde später kam Mike mit dem Dinghi zu uns und überreichte uns eine Flasche Weisswein als Dank für den Einsatz von Ueli. Bei einem Sundowner hat er uns dann von seinen Plänen für die Weiterfahrt erzählt. Die Pläne sind praktisch identisch mit unseren.
Endlich!  Am Sonntag, 12. März, konnten wir alle weiterziehen nach Portsmouth auf Dominica für den BBQ. Alamea, Valiant und Harmonie. Am Montag haben wir gemeinsam die Tour in den Indian River gemacht. Viele Mangroven-Bäume, Kokospalmen usw. Bei einem Halt an einem halb verfallenen Bambushaus hat uns unser Guide erzählt, dies wäre der Platz gewesen für Filmaufnahmen des Teil II der Pirates of the Caribbean mit der Szene von Calypso. Am Ende des Rivers haben wir eine Dschungelbar besucht und deren Drink mit dem viel versprechenden Namen Dynamit-Punch gekostet. Der hatte es wirklich in sich und schmeckte hervorragend.
Am nächsten Morgen sind wir alle los Richtung Roseau. Auf halben Weg haben wir plötzlich unsere französischen Freunde Guylaine und Max angetroffen, die Richtung Nord segelten. 
Diese hatten vergeblich versucht, uns über Kanal 16 anzufunken. Aus unerfindlichen Gründen waren wir auf Kanal 17. Somit hatten wir gar nicht mitbekommen, dass Sie uns bereits von weitem gesehen hatten. Ueli hat mich dann gefragt, ob dieses Schiff nicht die Legende du Val sei. Und dann hat endlich auch der Funkkontakt geklappt. Darauf wendeten sie ihr Schiff und sind mit uns wieder nach Roseau zurückgesegelt. Dies war eine Überraschung für uns und wir freuten uns, Sie wieder zu sehen.
Nach dem wir alle an Bojen festgebunden waren, haben wir uns in der Loft-Bar zum Sundowner mit dem bekannten MOB-Punch getroffen.
Am nächsten Tag wurden wir alle zum Nachtessen bei Guylaine und Max eingeladen. Am nächsten Morgen sind Mike, Guylaine, Max und wir mit einem Guide nach Soufriere Bay zum schnorcheln gefahren. Am Abend gab es dann auf der Alamea feinste Spaghetti Carbonara. Dies war zugleich auch wieder der Abschied von Guylaine und Max, welche in den Norden weiter segeln werden. 
Freitag sind auch wir wieder weitergesegelt Richtung Martinique. Eine Nacht haben wir in St. Pierre vor Anker übernachtet. Am Samstag Morgen hatten wir Dauerregen. Trotzdem sind wir noch schnell auf dem Gemüse- und Fischmarkt einkaufen gegangen. Mike war unterdessen noch beim Coiffeur. Danach segelten wir weiter in die Grande Anse d’Arlet, wo wir auch schon beim Hinweg geankert hatten. Fünf Tage sind wir dort geblieben. Beim Schnorcheln gibt es dort allerlei zu sehen. 
Mike ist nach drei Tagen aufgebrochen, um in der Rodney Bay Marina auf St. Lucia einen Freund abzuholen. Wir wollten uns aber ein paar Tage später wieder treffen. 
Nun wurde es wieder einmal Zeit, in eine Marina zu gehen. Mein Wäschekorb war übervoll und das Schiff brauchte dringend wieder einmal eine gute Wäsche mit Frischwasser. Le Marin im Süden von Martinique war der Ort, wo wir dies alles erledigen konnten. Zwischenzeitig ist auch Mike mit seinem Begleiter Mike dort eingetroffen. Wir haben zusammen ein Auto gemietet und sind nach Fort de France gefahren, um Ihnen die Stadt zu zeigen. Am späteren Nachmittag haben wir noch kurz St. Anne besucht und uns die Bucht angesehen. Am nächsten Morgen haben wir die Harmonie von der Marina in diese Bucht verlegt und dort zusammen mit Valiant eine Nacht am Anker verbracht. Hier könnte man auch mehr Zeit verbringen.

Unsere weitere Route geht aber jetzt südwärts. Wir starteten frühmorgens und segelten zügig nach St. Lucia in die Rodney Bay. Hier verbringen wir einige Tage am Anker. Am Freitag gehts weiter via Marigot Bay und Soufriere Bay Richtung St. Vincent.


Grande Anse d'Arlet, Martinique







Indien River, Dominica









Legende du Val in Dominica



Fort de France, Martinique




St. Lucia, Rodney Bay